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Die Schlacht um Chile (3 DVDs & Buch) z.Zt.ausverkauft

Das Buch - Die Schlacht um Chile begann nicht erst mit der Wahl Salvador Allendes im Jahr 1973.
Art.Nr.: LAI-00012
Die Schlacht um Chile (3 DVDs & Buch) z.Zt.ausverkauft
Label: Laika Verlag
2 Wochen
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Bereits seit 1963 führte die CIA verdeckte Operationen durch, um eine Präsidentschaft Allendes zu verhindern. Die Geheimdienstaktionen sollten die Linksparteien destabilisieren, etwa mittels einer Beeinflussung der Medien. Allende wurde dennoch gewählt. In der Folge versuchten die USA und ihre chilenischen Verbündeten, einen Militärputsch zu initiieren – letztlich mit Erfolg. Unter der neu installierten Militärdiktatur verschwanden Tausende vermeintliche Oppositionelle. In den ersten vier Wochen der Diktatur wurden nach Erhebungen der internationalen Menschenrechtskommission alleine Viertausend Menschen ermordet. Heute wird die Gesamtzahl der Toten auf 5.000 geschätzt, Zehntausende wurde verhaftet und gefoltert. Gefoltert und getötet wurde in Chile unter den Augen auch der Regierung der Bundesrepublik Deutschland, die sich nicht gegen das Militärregime wendete. Im Gegenteil: Die CIA hatte den westdeutschen Bundesnachrichtendienst (BND) zwei Monate vor dem Putsch offiziell unterrichtet, der damalige Bundeskanzler Willy Brandt unterließ es jedoch, Salvador Allende zu informieren.

Mit Texten von Patricio Letelier (Sohn des 1976 in Washington DC vom chilenischen Geheimdienst ermordeten ehemaligen Ministers der Allende-Regierung Orlando Letelier), Thomás Moulian über den Tod von Salvador Allende und Régis Debray mit seiner auch heute noch aktuellen Analyse der damaligen chilenischen Situation. Ebenso enthält das Buch – erstmals in deutsch veröffentlicht – das gesamte Filmskript mit 2010 vorgenommenen zusätzlichen Erläuterungen von Patricio Guzmán.

Zum Band gehören die drei Filme von Schlacht um Chile: Der Aufstand der Bourgeoisie. Der Putsch. Die Macht des Volkes.

Diese drei Filme werden in der Filmgeschichte zu den 10 besten politischen Filmen des vergangenen Jahrhunderts gezählt.

Der Film

In seiner dreiteiligen Dokumentation zeichnet Patricio Guzmán die Endphase der Regierungszeit von Salvador Allende nach. Der Film besteht nicht aus Archivmaterial, Guzmán und sein Team drehten kontinuierlich zwischen 1972 und 1979. Chiles bedeutendstem Dokumentarfilmer gelang es, das Rohmaterial ins kubanische Exil zu retten und dort sein monumentales Zeugnis des “Kampfes eines unbewaffneten Volkes” – so der Untertitel des Films – zu gestalten. In Chile unterliegt Die Schlacht um Chile der Zensur und wurde nie vom staatlichen Fernsehen ausgestrahlt.

Teil I: Aufstand der Bourgeoisie

Allende beginnt seine Präsidentschaft mit tiefgreifenden sozialen und politischen Reformen. Die Unidad Popular stößt dabei vom ersten Tag an auf den militanten Widerstand der Rechten. Doch die Zustimmung des Volks wächst. Bei der Wahl im März 1973 gewinnt die Unidad Popular mit weitem Abstand. Für die USA und die chilenische Rechte ist dies das Startzeichen, um den Militärputsch vorzubereiten.

Teil II: Der Putsch

Seit den Parlamentswahlen vom März kommt es fast täglich zu Straßenkämpfen. Die rechtsradikale Patria y Libertad erschießt linke AktivistInnen, setzt Büros der Unidad Popular in Brand und schickt ihre Schlägerbanden in Gewerkschaftshäuser. Das US-amerikanische State Department finanziert einen landesweiten Streik der Transportunternehmen. Gleichzeitig nehmen die Auseinandersetzungen innerhalb der Regierungskoalition zu. Die außerparlamentarische Linke sieht das Experiment eines friedlich-parlamentarischen Transformationsprozesses zum Sozialismus gescheitert und plädiert für den bewaffneten Kampf von ArbeiterInnenmilizen. Die Entscheidung fällt in Washington. Am 11. September bombardiert die Armee den Präsidentenpalast Moneda.

Teil III: Die Macht des Volkes

Dieser Teil zeigt die Aktivitäten jener Bewegungen, die die eigentliche Massenbasis der Volksfrontregierung repräsentieren: Die kommunalen Gemeindeläden, die die Versorgung der Bevölkerung sicherstellen, die BäuerInnenkollektive, die die Städte mit Lebensmitteln versorgen, die ArbeiterInnenkommissionen, die die Arbeit in den Fabriken aufrecht erhalten, während die Besitzer_innen die Produktion stilllegen wollen. Diese Institutionen, meist spontan entstanden und vergleichbar jenen der spanischen Republik, sind die eigentliche Macht des Volkes – ein Staat im Staat und nach dem Militärputsch prioritäres Ziel der Verfolgung durch die Junta.

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